Mahashivratri – Die große Nacht Shivas: Bedeutung & Rituale
Mahashivratri, auch bekannt als „Die große Nacht Shivas“, ist eines der bedeutendsten spirituellen Feste im Hinduismus. Gefeiert wird sie in der dunkelsten Nacht vor Neumond im Monat Phalguna (Februar/März). In dieser besonderen Nacht verehren Millionen Menschen weltweit Shiva – die transformierende Kraft der Schöpfung. Doch was macht Mahashivratri so besonders? Warum gilt sie als kraftvoller Moment für spirituelles Wachstum, Meditation und innere Transformation?
Wer ist Shiva? – Die transformative Kraft der Trimurti
Shiva ist einer der drei Hauptgötter der hinduistischen Trimurti – neben Brahma (Schöpfer) und Vishnu (Erhalter). Als „Zerstörer“ wird Shiva jedoch häufig missverstanden.
Seine Zerstörung ist positiv und transformierend:
Er löst auf, was nicht mehr dient. Er hilft, alte Muster, Begrenzungen und Identifikationen loszulassen. Shiva symbolisiert die Kraft in uns, die erkennt, was wir nicht sind – und dadurch Zugang zur unbegrenzten Energie der Schöpfung erhält.
In der yogischen Tradition gilt er als Adi Yogi, der erste Yogi – das Urbild vollkommener Meditation und innerer Freiheit.
Die spirituelle Bedeutung von Mahashivratri
Warum wird Mahashivratri gefeiert? Es existieren mehrere Überlieferungen:
1. Shiva wird eins mit dem Kailash
Eine alte Tradition der Asketen besagt, dass Shiva in dieser Nacht vollkommen still wurde – eins mit dem Mount Kailash.
Still wie ein Berg, unbewegt, jenseits aller Dualität.
Diese Geschichte symbolisiert höchste Bewusstheit und absolute innere Ruhe.
2. Die Hochzeit von Shiva und Parvati
Andere Traditionen sehen Mahashivratri als die heilige Vereinigung von Shiva mit Parvati – einer Inkarnation von Shakti, der göttlich-weiblichen Urkraft.
Diese Vereinigung steht für das Zusammenspiel von:
Bewusstsein (Shiva)
Energie (Shakti)